Ergebnisse

Ergebnisse der Citizen-Science Versuche 2017

Information zur Methode: In der Natur gibt es viel leichtes CO2 und etwa 1 % schweres CO2; dieses ist chemisch zwar genau gleich, reagiert aber etwas langsamer. Wenn die Stomata offen sind und eine Pflanze keinen Wassermangel hat, diskriminiert sie gegen das schwerere CO2. Wenn die Pflanze unter Stress gerät, schließt sie beim Versuch, den Wasserverlust zu verringern, ihre Stomata. Dadurch ist das CO2 im Blatt eingefangen und die Pflanze ist gezwungen, das schwerere CO2 zu verwenden.

Result3
Abb 1. Einfluss von Biokohle auf die δ13C Werte in Bohnenblättern (P<0,1). Mittelwerte ± SD, n = 21-23.
Result_C
Abb 2. δ13C Werte in Bohnenblättern an den einzelnen Versuchsstandorten.

Die Ergebnisse zeigen einen Trend zu höheren δ13C Werten in der Kontrollvariante (Abb 1).

Mit Ihrer Nummer können Sie in Abbildung 2 die Ergebnisse Ihres eigenen Versuchs ablesen. Jeder Standort in der Grafik steht für einen Citizen-Science Versuch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisse der Citizen-Science Versuche 2018

Information zur Methode: In der Natur gibt es viel leichtes 14N und etwa 0,4% schweres 15N – diese besitzen die gleichen chemischen Eigenschaften. Auf einer Skala der natürlichen Isotopenhäufigkeit, wird Luftstickstoff (N2) als internationaler Referenzwert dem Wert „Null“ gleichgesetzt. Böden weisen generell eine natürliche Anreicherung an 15N auf. Daher sollten Pflanzen, die ausschließlich auf Luftstickstoff (N2) als Stickstoffquelle angewiesen sind, einen Isotopenwert von 0 vs. Luft aufweisen. Pflanzen, die auf Bodenstickstoff angewiesen sind, sollten ähnliche Werte wie der Stickstoff im Boden aufweisen.

delta 15N mean
Abb 3. Einfluss von Biokohle auf die δ15N Werte in Bohnenblättern (P=0,08). Mittelwerte ± SD, n=45-47.

Die δ15N Werte der Bohnenblätter weisen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungen auf (Abb 3).

Mit Ihrer Nummer können Sie in Abbildung 4 die Ergebnisse Ihres eigenen Versuchs ablesen. Jeder Standort in der Grafik steht für einen Citizen-Science Versuch.

 

 

 

standorte
Abb 4. δ15N Werte in Bohnenblättern an den einzelnen Versuchsstandorten.

 

 

CN ratio mean
Abb 5. Einfluss von Biokohle auf das C/N-Verhältnis in Bohnenblättern (P=0,84). Mittelwerte ± SD, n=45-47.

Auch waren zwischen der Biokohle-Behandlung und der Kontrollvariante keine signifikanten Unterschiede im C/N Verhältnis der Bohnenblätter feststellbar (Abb 5).

 

 

 

 

Schlussfolgerung

In beiden Projekten waren keine signifikant positiven, aber auch keine signifikant negativen Auswirkungen von Biokohle – weder auf die Wassernutzungseffizienz, noch auf die Stickstofffixierung oder auf das Pflanzenwachstum – feststellbar.

Die „4 per 1000“ Initiative – der Pariser COP (Conference of the Parties) befasst sich mit der wichtigen Rolle der Böden, die diese für die Ernährungssicherheit und den Klimawandel innehaben. Ziel dieser internationalen Kampagne ist, eine Erhöhung der globalen Kohlenstoffvorräte im Boden um jährlich 0,4%. Dadurch soll ein Teil der anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen kompensiert werden.

Die 4‰-Schwelle wurde durch die Zugabe von Biokohle bei den hier durchgeführten Topfversuchen weitaus überschritten. Somit deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Biokohle als negative Emissionstechnologie (NET) eingesetzt werden könnte, ohne negative Auswirkungen auf den Ertrag in österreichischen Böden zu verursachen.

 

 

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